Vom 1. bis zum 12. März jeweils von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr ist täglich die Ausstellung im Heimathaus geöffnet.
Welche Bedeutung hat „Heimat“ für uns? Diese Frage steht im Vordergrund einer Ausstellung des Westfälischen Heimatbundes (WHB), die im Heimathaus eröffnet wurde. Bürgermeister Christian Franke, André Siegel als Kurator der Ausstellung und Vorstandsmitglieder des Borghorster Heimatvereins unterstrichen bei der Vorstellung der Präsentation, wie wichtig ihnen gerade in heutiger Zeit ein weltoffener Heimatbegriff ist, der identitätsstiftend für viele in der Region ist und nicht anderen (rechten) Gruppen überlassen werden darf.
Die Ausstellung zeigt in drei Teilen (1) Heimat als dynamischen, immer wechselnden Begriff. Was gehört zu Westfalen? Dieser zweite Teil beschäftigt sich mit verschiedenen Deutungen und Erzählungen der Region. Im dritten Schwerpunkt geht es um veränderte Einstellungen des WHB seit seiner Gründung vor 110 Jahren.

Heimat verspricht Zugehörigkeit und Vertrautheit in einer unübersichtlichen Welt. Tradition und Ursprünglichkeit stehen der modernen Industriegesellschaft gegenüber. In den Kriegsjahren musste sich der Begriff zeitweise gegen eine rassische Begründung (auch der Nazis) durchsetzen. Die Bewohner des Großraums Westfalen fühlen sich mit einer Teilregion, z.B. dem Münsterland, verbunden. Hier fanden im letzten Jahrhundert viele Neubürger und Geflüchtete einen neuen Lebensraum und kulturelle Eingliederung in diesen Lebensraum, ebenso wie Migranten in heutiger Zeit. Heute engagieren sich Heimatvereine für die Menschen in der Region, für Denkmäler und für Umweltschutz angesichts des Klimawandels. Dafür möchte sich der WHB auch mit Jugendarbeit und in schulischen Aktivitäten einsetzen. Jede/r einzelne kann die lokale Region oder den Raum Westfalen mitgestalten.
Der Heimatverein Borghorst freut sich auf viele Besucher. Natürlich können auch die anderen Erlebnisräume des Heimathauses besichtigt werden.